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Drohnenaufnahmen


Seit einiger Zeit setze ich neben meinen Kameras auch vermehrt Drohnen für Fotografien und Videoaufnahmen ein. Die größte Hürde für mich war anfangs der fast unüberblickbare Dschungel an Gesetzen und Vorschriften, die sich zudem auch im ständigen Wandel befinden. Gefühlt hat sich die Gesetzeslage hierzu fast im Jahresrhythmus verändert. Aktuell ist beispielsweise die EU-Drohnenverordnung per 31.12.2020 in Kraft getreten - trotz der langen Vorlauffrist tun sich die nationalen Gesetzgeber aber immer noch schwer mit der neuen Technik. So entstand um die Jahreswende eine etwas verworrene Situation, die dazu geführt hat, dass teilweise altes Recht mit neuem EU-Recht parallel gilt. Die meisten Hobbyflieger, die sich heute eine Drohne kaufen, befinden sich auf Grund der vielen Vorschriften und Anforderungen an den Drohnenpiloten oft bereits außerhalb des legalen Betriebs.

 

Für einen sinnvollen professionellen Einsatz war es mir wichtig, mich intensiv mit der Materie außeinander zu setzen und rechtssicher unterwegs zu sein. Dafür ist neben der bereits erfolgten Registrierung beim Regierungspräsidium Stuttgart, inkl. Zulassung für Ausnahmen von Verboten, zusätzlich eine Registrierung beim Luftfahrtbundesamt, sowie eine Prüfung für den EU-Kenntnisnachweis und eine Prüfung für das A2-Fernpilotenzeugnis nach neuer EU-Vorschrift notwendig. Die ganzen Vorgänge waren zeit- und kostenintensiv und dürften vermutlich die meisten an Drohnen interessierten Menschen eher abschrecken, was ich grundsätzlich sehr schade finde.

 

Natürlich ist es sinnvoll, für den Drohnenbetrieb Regeln aufzustellen, um sicherzustellen, dass die unbemannten Luftfahrzeuge nicht dazu genutzt werden, in private oder geschützte Bereiche vorzudringen, geschweige denn Menschen oder Tiere zu gefährden. Ich befürchte allerdings, dass es wie immer im Leben laufen wird - dass die paar verantwortungslosen Personen genau diese Dinge nach wie vor in der Anonymität tun werden und die überwiegende Mehrheit unter der mittlerweile überbordenden Bürokratie in unserem Land zu leiden haben.

 

Nichtsdestotrotz bin ich froh, den Schritt gemacht zu haben - die Technik ermöglicht mir zusätzlich, spektakuläre Blickwinkel in meine Fotografien einfließen lassen zu können, sowie bisher für viele Menschen ungeahnte kreative Möglichkeiten in der Videoproduktion zu haben. Das alles in einer Qualität, die den traditionellen Kamerasystem in nichts nachsteht und diese teilweise sogar deutlich übertrifft. So ist es schon ein besonderes Highlight, einen Film in Auflösungen von weit über 4K drehen zu können und dabei mächtige Reserven in der Videonachbearbeitung zu haben, wie es bislang nur in teuren und aufwändigen Hollywoodproduktionen möglich war.


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