Über

Ich glaube den ersten bewussten Kontakt mit Fotografie hatte ich mal in einem Projekt in der Schule, damals war ich wohl ungefähr 10 Jahre alt. Mich hat es aber schon damals fasziniert, dass ich mit der Kamera einen Moment einfangen konnte. Ich musste zu der Zeit natürlich noch den Film in mein Döschen packen und zur Entwicklung in den örtlichen Schlecker-Markt laufen, um dann eine gute Woche ungewiss zu warten, ob meine Schnappschüsse überhaupt etwas geworden sind.

 

Die Fotos aus der Zeit haben das Filmzeitalter und die Schlecker-Drogeriemarktkette aber überdauert - und wenn ich sie mir heute ansehe, fallen mir zu jedem Bild wieder unzählige Dinge ein, die mich mit Leichtigkeit in die damalige schöne Zeit zurück versetzen.

 

Ich hatte mich beruflich nach der Schule dann für eine kaufmännische Laufbahn entschieden - obwohl ich kurz davor war, in den damals sagenumwobenen Bereich "Irgendwas mit Medien (TM)" einzutauchen. Mit meiner damals getroffenen Wahl bin ich nach wie vor immer noch sehr glücklich, trotzdem hat mich die Fotografie mit all ihren Facetten nie wirklich losgelassen.

 

Mit der Zeit habe ich mich immer mehr in die Welt der Kameras und der Kunst des Fotografierens eingearbeitet. Für jede Erkenntnis taten sich im Lernprozess wieder zwei neue Fragezeichen auf und mir wurde schnell bewusst, dass es sich bei der Fotografie um ein Handwerk mit schier unendlicher Tiefe handelt.


TECHNIK

Für viele ein eher langweiliges Thema, trotzdem interessiert dies den ein oder anderen: "Gear-Talk"

 

Nachdem die Filmära ihr jähes Ende gefunden hat, bin ich über ein paar Kompaktkameras irgendwann einmal bei einer Canon 650D gelandet, meine erste Kamera mit Wechselobjektiv. Damals noch mit einem Sigma 17-70mm f/2.8-4 - ein für mich zu dem Zeitpunkt überwältigend gutes Objektiv in Bezug auf Schärfe und Freistellung. Irgendwie hatte es mir das dadurch Mögliche Spiel mit Schärfe und Unschärfe so angetan, dass ich mich in Richtung Kleinbildfotografie weiterentwickeln wollte. Nach seeeehr umfangreicher Recherche habe ich mir dafür entschieden, auf die Canon 6D "upzugraden", mit der ich auch meine erste Hochzeit fotografiert habe. Ziemlich schnell kam dann auch der Wechsel von Zooms auf Festbrennweiten und ich habe meinen Kit anschließend noch mit einer 5D erweitert.

 

Da mich mit den gemachten Erfahrungen die spiegellosen Kameras immer mehr interessiert haben, bin ich über Umwege final bei den Sony A7-Kameras gelandet, von denen ich heute zwei Stück der Mark III-Serie besitze. Für mich war das ein Quantensprung in der Technik: Ein Vollformatsensor mit Bildstabilisierung und völlig lautlose Aufnahmen, beispielsweise in der Kirche oder auf dem Standesamt. Tolle Dynamik, 4k-Video, 120fps, kompakte Festbrennweiten, aber auch das völlig verrückte 135mm f/1.8 taten ihr übriges. Auch ein zweiter SD-Kartenslot war mir wichtig, da ich doch immer wieder von Fällen gehört habe, in denen das kleine Stück Technik plötzlich versagt hat. Wenn dann Fotos vom Grillabend fehlen, ist das für den Hobbyfotograf weniger schlimm, als für das Hochzeitspaar, dem das komplette Fotoset ihrer Hochzeit fehlt - die nicht mehr "nachgedreht" werden kann.

 

Natürlich haben sich auch sonst einige Dinge angesammelt, die meine Ausrüstung gut ergänzen (Stichwort G.A.S. - gear acquisition syndrome :D ). Schlussendlich habe ich aber doch immer wieder gemerkt, dass ein gutes Foto nicht nur eine gute Kamera erfordert, sondern einfach auch ein gutes Auge, Kreativität und Passion.


© mariodieth.de | dieth.eu | save-memories.de